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Für Fachpersonal

Kija wird von Therapeutinnen und Therapeuten, Schulpädagoginnen, Jugendhilfeeinrichtungen und Kliniken eingesetzt, als ergänzendes Werkzeug in der Arbeit mit Jugendlichen.

Die Wissenschaft dahinter

Kija ist eine gewichtete Kissenjacke für Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 22 Jahren, die als ergänzendes Werkzeug zur Selbstregulation entwickelt wurde. Das Konzept verbindet zwei wissenschaftlich gut beschriebene Wirkebenen, die für die Adoleszenz von besonderer Relevanz sind. Die erste Ebene ist die Tiefendruckstimulation (Deep Pressure Stimulation, DPS), bei der gleichmäßiger, flächiger Körperdruck Mechanorezeptoren in Haut und Muskulatur aktiviert. Über afferente Bahnen und den Nervus vagus moduliert dieser Reiz das autonome Nervensystem, dämpft die sympathische Stressantwort und stärkt parasympathische Aktivität. Konsistente Befunde aus randomisiert-kontrollierten Studien zu Gewichtsdecken (Ekholm et al., 2020; Mullen et al., 2008) zeigen Effekte auf Schlafqualität, Angst und physiologische Stressmarker, eingebettet in das theoretische Rahmenwerk der sensorischen Integration nach A. Jean Ayres.

Die zweite Wirkebene besteht aus physischen Übungen und Audio-Anleitungen, die sich an den evidenzbasierten Skills der Dialektisch-Behavioralen Therapie orientieren. Die drei adressierten Module Achtsamkeit, Emotionsregulation und Stresstoleranz gelten auch in adoleszenten Populationen als wirksam (Linehan, 2015; Mazza et al., 2018) und übersetzen die körperliche Wirkung in bewusste, übbare Verhaltenssequenzen. Diese Kombination ist neurobiologisch begründet. Der präfrontale Cortex reift bis ins dritte Lebensjahrzehnt, während die Amygdala bereits voll auf Stressreize anspricht. Daraus ergibt sich in dieser Lebensphase eine erhöhte Vulnerabilität und ein hoher Bedarf an verlässlichen Regulationsstrategien.

Entscheidend für die Wirksamkeit ist die Generalisierung in den Alltag. Meta-Analysen zur Hausaufgaben-Compliance in der kognitiven Verhaltenstherapie belegen einen substanziellen Effekt regelmäßigen Übens zwischen Sitzungen (Kazantzis et al., 2016). Kija stellt diese kontinuierliche Praxis in den Mittelpunkt und ist als langfristiges Werkzeug konzipiert, das auch nach Therapieende verfügbar bleibt.

Mehr zum Hintergrund erfahren

Strukturiertes Skill-Set für Jugendliche ohne therapeutischen Hintergrund

Jugendhilfe

Ergänzung zu stationären Behandlungen, fördert Selbstregulation zwischen den Sitzungen

Klinik

Kija als greifbares Werkzeug im Skills-Training; die Karten können direkt in Sitzungen genutzt werden

Einzel- und Gruppentherapie

Kija

Evidenzbasierte Übungen aus DBT, CBT und Achtsamkeitspraxis – ohne Vorwissen sofort anwendbar

Gesprächsstarter und Übungsbegleiter in einem: Die Karten initiieren Gespräche, die in der Therapie vertieft werden können

Kein Stigma: Jugendliche tragen Kija freiwillig, das erhöht die Adhärenz signifikant

Kombination aus körperlicher Wirkung (Tiefendruck) und kognitiven Skills (DBT) in einem Produkt

Hausaufgabe, die funktioniert: Kija überbrückt die Zeit zwischen den Sitzungen

Konditionen

Einzelbestellung mit Fachrabatt: 10 % Rabatt bei Nachweis der Qualifikation

Mengenbestellung (5–19 Einheiten): 15 % Rabatt + kostenloser Versand

Institutionsbestellung (ab 20 Einheiten): Individuelles Angebot, Rechnung auf Institution, optionale Schulung

Pilotprogramm für Einrichtungen: Einführungsbegleitung mit Materialien und Fachaustausch

Alle B2B-Bestellungen erfolgen auf Rechnung. Zahlungsziel 30 Tage. Lieferung innerhalb von 5–7 Werktagen.

Schulung und Begleitung

Online-Einführungswebinar (60 Min.) für Teams und Einrichtungen

Handout-Paket für Elterngespräche und Jugendliche

Regelmäßige Fachaustausche mit anderen Kija-nutzenden Fachpersonen

Kija fühlt sich an wie eine Umarmung, dann schlaf ich einfach besser ein.

Mädchen, 15 Jahre

Kontakt

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Was in der Sitzung besprochen wird, entfaltet seine Wirkung erst, wenn es zwischen den Sitzungen geübt wird.

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